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Eine Vision in Arbeit -
Das bisher einzige Buch über eine einzigartige Gemeinschaft
3. überarbeitete Auflage
Das internationale Stadtprojekt Auroville im Süden Indiens, das 2003 sein 35-jähriges Bestehen feierte, wird hier in seiner turbulenten Geschichte und in vielen Einzelportraits dokumentiert. Beginnend mit der Vision der Französin Mira Alfassa, genannt »Die Mutter«, und inspiriert von der Philosophie des indischen Weisen Sri Aurobindo führte der Weg zu der heutigen Gemeinschaft von 1.600 Menschen, die zunehmend weltweite Beachtung findet.
Renate Börgers Reportagen und Interviews portraitieren die Einwohner von Auroville in ihrem Bemühen, die Gegensätze zwischen erster und dritter Welt, Ökonomie und Ökologie, Spiritualität und Alltag zu vereinen.
Die lebendige Schilderung ihrer Liebe und Einsamkeit, ihrer Erfolge und Misserfolge, ihrer Höhen und Tiefen lässt uns teilnehmen an diesem mutigen Experiment einer friedlichen multikulturellen Gesellschaft.
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Die Kirchen werden immer leerer, die christliche Glaubenslehre erstarrt zusehends. Das Christentum ist jedoch tief verwurzelt in unserer Kultur, in unserem Unterbewusstsein. Eine Neuentdeckung aus dem Geist mystischen Erlebens wäre eine Alternative, meint Erlenwein.
Buchrezension:
Entstaubtes Jesusbild
Leere Kirchenbänke und ein Kirchenvolk, das entweder an gar nichts mehr glaubt oder paradoxerweise in den Leere-Ideologien des Ostens seine Erfüllung zu finden sucht. Ist das, was wir erleben wirklich das Ende westlicher Spiritualität oder nur die »dunkle Nacht der Seele«, die von Mystikern beschrieben wird, bevor der große Bewusstseinssprung ansteht? Kann die mythische Figur – genannt Jesus – überhaupt noch eine Rolle spielen bei den anstehenden Veränderungen?
Peter Erlenwein meint ja. Gelingt die unvoreingenommene Lektüre der Evangelien, so scheint der Staub von 2000 Jahren wie weggeblasen, die scheinbaren Worthülsen füllen sich mit neuem Sinn und die Essenz einer Lehre tritt hervor, die ins Zentrum des Seins nicht die Leere stellt, sondern die Liebe. Eine via positiva, ein Weg der Lebensbejahung, von einem tiefen Mitgefühl getragen, das – gleich dem Wasser – immer seinen Weg ganz nach unten findet: zu den Armen, Verachteten und Ausgegrenzten.
Wäre Jesus zu Lebzeiten so dröge und abtörnend aufgetreten wie seine selbsternannten »Nachfolger«, die Kirchen, heute oft daherkommen – wie wäre dann seine ungeheure Wirkung auf die Menschen erklärbar? Wie kam es, dass die Zeitgenossen auf ihn wahlweise provoziert, entrüstet und hingebungsvoll, begeistert, ja ekstatisch reagierten? Peter Erlenweins Sprache atmet und leuchtet an vielen Stellen und schafft es in ihren besten Momenten, die Wirkung des lebendigen Jesus erahnbar zu machen. Ein Buch, das die Botschaft der Evangelien für unsere Zeiten sozialer Kälte und ökologischer Verantwortungslosigkeit neu erschließt. Zugleich ein zutiefst spirituelles Buch, dessen geistige Weite den Osten und den Westen zu einer Gesamtschau vereinigt, ohne die Unterschiede einzuebnen.
Erlenwein spürt die wesentlichen Aussagen östlicher Mystik in der Lehre Jesu auf: Das Tat tvam asi (»Das bist du«/Du und die Welt sind eins) und das Wu Wei (Vertrauensvolles Geschehenlassen ohne Kampf und Widerstand). Der »Gott« seines Buches gleicht eher dem namen- und gesichtslosen chinesichen Tao als jenem persönlichen Gott, der – gütig wie St. Nikolaus und strafend wie Knecht Ruprecht – mancherorts längst zu seiner eigenen Karikatur geworden ist. Erlenwein macht klar, dass die Erhebung Jesu zum Idol, den Blick auf unsere eigene Wesenseinheit mit dem Schöpfer allzu lang verstellt hat: »Ich und der Vater sind eins«, das gilt auch für uns – welche Verheißung! Wer würde da noch länger in gebückter Haltung auf den Gekreuzigten starren, jene Schuld- und Leid-Ikone, mit deren Abbild uns die Kirchen jahrtausendelang niedergehalten haben?
Roland Rottenfußer
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Von der brutalen sinnlichen Wirklichkeit des Sterbens und dem, was Liebe und Bewusstsein in diesen entscheidenden Stunden bewirken können, erzählt die Krankenschwester und Sterbehelferin in 25 bewegenden Einzelfällen.
Dorothea Mihm, Krankenschwester und Heilpraktikerin, hat zahlreiche Menschen beim Sterben begleitet. Ungeschminkt berichtet sie hier von den Gerüchen und dem Anblick des körperlichen Zerfalls; von Verdrängung, Abwehr und der Einsicht ins Unvermeidliche. Von Todeskämpfen, heldenhafter Akzeptanz und tiefem Frieden. Von Liebe in den Stunden der Wahrheit und des Abschieds und einem Bewusstsein, das auch das dunkelste Tal der Tränen noch zu erhellen vermag.
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Worauf es in Religion, Spiritualität und Selbsterkenntnis ankommt - 19 scharfsinnige, humorvolle Texte über die Suche nach der Essenz, Weisheit im Alltag und den 'schwierigen' Umgang mit Erleuchteten ...
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Buchrezension:
Was ist wesentlich?
Mit Vergnügen las ich dieses Buch von Wolf Schneider. Das Vergnügen rührte nicht nur aus dem humorvollen und schnell dahin fließenden Schreibstrom des Autors, sondern vor allem aus der Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit, die immer zwischen den Zeilen spürbar ist. Mit scharfer Feder geißelt Wolf Schneider Kirche, Scharlatane, Fanatismus und manchen esoterischen oder pseudo-spirituellen Unsinn. Ein Wermutstropfen in diesem Vergnügen ist eine kleine Bitterkeit, die mich manchmal zwischen den Worten anweht.
Das Buch berührt und tanzt um sehr viele Themen, von Tantra bis Buddha, von Geld bis Tod, von Nähe bis Humor, Bewusstsein, Meditation, Religion. Naturgemäß kann bei einer solchen Fülle von Themen vieles nur gestreift werden. Sicher aber wird das Buch darauf neugierig machen tiefer zu gehen. Und das ist wunderbar.
Besonders berührt haben mich die Passagen in denen Wolf Schneider von sich und seinem eigenen Gehen, Stolpern, Fallen und Wieder-Aufstehen auf dem pfadlosen Pfad berichtet. Die Frage, die den roten Faden des Buches bildet: »Was ist Wesentlich, was sind meine Prioritäten, was ist meine Motivation, was bewegt mich?«. Sie ist wahrlich wesentlich und wird viel zu selten gestellt. Und es ist wie Wolf Schneider sagt: Im Alltag, in der Gewöhnlichkeit und Einfachheit erweist sich, ob ich dem Wesentlichen treu sein kann und will.
Und das Schönste: das Kapitel über das Herzsutra und Osho. Hier in der Mitte des Buches das Herz, das Wesentliche Liebe und Bewusstsein, Form und Leere.
Pyar
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Liebe ist der königliche Weg zum Selbst, zum anderen, zum Ganzen.
Liebe ist nicht nur heilig, sondern auch profan und sogar ökonomisch. Sie ist einsam, zweisam und dreisam, und sie sucht und fordert die Nacktheit ebenso wie das Versteckspiel.
Wir brauchen Berührung, auch körperliche. Für die Seele brauchen wir Rituale und den Mut, sie uns selbst zu erschaffen. Wir brauchen Autorität, sie befreit uns, indem wir uns selbst autorisieren. Und wir brauchen Treue – zu uns selbst und zum anderen, denn der sind wir auch.
Der Autor spricht hier von drei Arten der Liebe: der zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kind und zwischen Lehrer und Schüler. Alle drei sind gewaltig und transzendent, und sie stiften Identität. |